Montag, 10. August 2009

Those Haldern Days



Bereits zum achten Mal werde ich am kommenden Wochenende zum Haldern Pop Festival an den Niederrhein fahren. Weil mir in diesem Jahr im Line-Up besonders viele Namen anfangs gar nichts gesagt haben, und weil ich mir ohnehin jedes Jahr erneut vor genommen hatte, mich vorm Festival intensiver mit den auftretenen Künstlern zu beschäftigen, dachte ich mir, es wäre eine gute Idee ein ganzes Tape extra für das Haldern zu mixen.

Hier ist es nun: Those Haldern Days.

Da das Festival trotz des ganzen Electro-Vormarsches der letzten Jahre seinen musikalischen Wurzeln im Großen und Ganzen treu geblieben ist (eine Ausnahme stellt wohl der Auftritt von Soulwax im Jahr 2000 dar), ist auch der vorliegene Mix naturgemäß ebenfalls eher unelektronisch.

Dem aufmerksamen Beat Control Leser bzw. Hörer werden dabei trotzdem ein paar Namen bekannt vorkommen, insbesondere Dear Reader , Little Boots und Grizzly Bear. Und allen voran die Isländer Hjaltalin, die nun bereits zum dritten Mal in Folge von mir in einem Tape verwendet wurden. Ihr Song Þú Komst Við Hjartað Í Mér ist dabei ein Cover von Páll Óskar, einer Art isländischem Robbie Williams, der nicht nur selber Musik macht sondern auch noch als DJ und Drag-Queen auftritt. Die Interpretation von Hjaltalin ist wirklich großartig und einer meiner Lieblingssongs der letzten Monate - wehe, sie spielen das nicht bei ihrem Haldern Auftritt!!!!

Wer das Original und das Cover direkt miteinander vergleichen will bekommt hier die Gelegenheit dazu:






Hier nun erst einmal die komplette Trackliste:

  • Noah And The Whale – Jocasta
  • Final Fantasy – This Is The Dream Of Win And Regine
  • Mumford And Sons – Hold On To What You Believe In
  • Andrew Bird – Fake Palindromes
  • Anna Ternheim – What Have I Done
  • The Maccabees – Love You Better
  • Broken Records – Lies
  • Port O'Brien – I Woke Up Today
  • Hjaltalin - Þú Komst Við Hjartað Í Mér
  • Blitzen Trapper – Furr
  • Paolo Nutini – Candy
  • Patrick Watson – Big Bird In A Small Cage
  • Dear Reader – The Same
  • Asaf Avidan And The Mojos – Small Change Girl
  • Grizzly Bear – Two Weeks
  • Jonathan Jeremiah – See It Doesn't Bother Me
  • Colin Munroe – Will I Stay
  • Little Boots – Stuck On Repeat
  • Loney, Dear – Distant Lights
  • The Irrepressibles – In This Shirt
  • Bon Iver – The Wolves (Act I And II)
  • Soap And Skin – The Sun

Der Anblick der Tracklist könnte dem vorhin bereits erwähnten aufmerksamen Leser/Hörer eine weitere Erinnerung wachrufen: Final Fantasys This Is The Dream Of Win And Regine ist genau die Hommage an DNTELs This Is The Dream Of Evan And Chan, die ich bei einem meiner ersten Mixtapes hier, Feature Me, ebenfalls angepriesen hatte. Nun konnte ich mir natürlich nicht die Gelegenheit nehmen lassen, es hier zu verwenden – obwohl ich dadurch Final Fantasy neueres Album vernachlässigen musste.
Ähnliches gilt für das neue, wunderschöne Album von Noah And The Whale, deren aktuelle Single Blue Skies ja bereits im letzten Tape von The Alphabet Pony, If You're Feeling Sinister, enthalten war. Jocasta hatte sich jedoch schon vor Wochen in mein Gehörgang gebrannt, und erschien mir zudem der ideale Opener für Those Haldern Days .

Ich könnte jetzt noch viel mehr zu den einzelnen Tracks schreiben, aber ich belasse es bei vier assoziativen Anmerkungen:

1. Colin Munroe kann ich schwer einordnen, klingt manchmal wie Jamie T, und in guten Momenten sogar wie Phoenix. Auf seiner Myspace-Seite kann man sich sein Album kostenfrei runterladen.
2. Asaf Avidan ist ein israelische Folk-Sänger, der mich stimmlich irgendwie an Janis Joplin erinnert.
3. Der Sänger von Blitzen Trapper wiederrum klingt so sehr nach Bob Dylan, dass ich beginnen würde an Reinkarnation zu glauben - wenn Bob Dylan bereits tot wäre. Ist er ja zum Glück nicht.
4. The Irrepresibles erinnern mich wiederum an Antony And The Johnsons, zumindest stark beim hier verwendeten Song In This Shirt. Dieser wurde für den Film The Forgotten Circus verwendet, aus dem auch dieser wunderschöne Clip stammt:



Those Haldern Days - by Johannes D. Täufer

Montag, 3. August 2009

copy&paste

Photobucket

das cover habe ich dieses mal aus einem bild von kevin van aelst gebastelt. der hat einige sehr interessante sachen gemacht, wie ich finde. manche bilder muss man sich auch erst einmal in ruhe und groß ansehen, um den "twist" zu entdecken.

jetzt aber ohne viele weitere worte gleich schon einmal die tracklist inklusive downloadlink:

COPY&PASTE

01/Taken By Trees/Sweetness
02/Passion Pit/Little Secret
03/Clock Opera/Once And For All
04/Everything Everything/Photoshop Handsome
05/Hidden Cameras/In The NA
06/Plastic Operator/Copy And Paste
07/James Yuill/No Pins Allowed
08/Miike Snow/A Horse Is Not A Home
09/Zoot Woman/Saturation
10/Frankmusik/Done Done Done
11/Bag Raiders/Shooting Stars (Kris Menace Remix)
12/Bat For Lashes/Pearl's Dream
13/Florence & The Machine/Rabbit Heart (Leo Zero Remix)
14/Simian Mobile Disco/Cruel Intentions (feat. Beth Ditto)
15/Fagget Fairys/Feed The Horse
16/Major Lazer/Hold The Line
17/Amanda Blank/Make It Take It
18/Spiral Beach/Domino
19/The Clock Work Army/Can't Hold It Down
20/An Horse/Camp Out
21/Wild Beasts/All The King's Men
22/The XX/Basic Space

eigentlich könnte ich in diesem mix zu jedem einzelnen song eine menge schreiben, ich versuche aber, mich kurz zu halten.
insgesamt ist er mir sehr indie(-pop)-lastig geraten, was ja an sich alles andere als schlecht ist. es spiegelt wohl einfach meine derzeitigen präferenzen wieder. neben einigem neuen material alter freunde - zumindest von mir - wie hidden cameras, taken by trees, spiral beach oder auch zoot woman, gibt es hier zwei richtig gute remixe von großartigen songs. "rabbit heart" ist zur zeit mein lieblingssong auf "lungs", nicht zuletzt seit ich dieses video gesehen habe:



hach.

außerdem finden sich auf diesem mix auch nicht weniger als 5 acts, die auf dem melt! gespielt haben (leider habe ich die fagget fairys dort verpasst), insofern ist das auch ein kleiner rückblick auf das, womit ich mich die letzten wochen beschäftigt habe.

dazu sind mit "feed the horse" der angesprochenen fagget fairys und auch "hold the line" zwei songs dabei, die ich schon lange in einem mixtape verwenden wollte. bisher kam ich nie dazu, doch hier passen die beiden sehr gut, wie ich finde. zumal dann auch gleich amanda blank folgt, die zur zeit ziemlich gehypt wird. ob zu recht oder nicht, das mag ich noch nicht entscheiden.

gegen ende wird das tape dann sogar noch richtig rockig mit einem etwas älteren favourite von mir, "can't hold it down" von den leider mittlerweile aufgelösten clock work army. die haben nach der auflösung eine neue band gegründet, calico horse. deren neues album habe ich mir sogar gekauft, doch leider kommt es nicht an die qualität der "catalyst for change"-ep der alten formation heran. vielleicht wird das ja noch, ich habe jedenfalls noch hoffnung.

hoffnung habe ich ebenfalls, dass euch mein aktueller mix gefällt, und ihr vielleicht einen netten kommentar hinterlasst...

Donnerstag, 30. Juli 2009

If You're Feeling Sinister

If You're Feeling Sinister

Blood. Death. Coffins.

Titel und Untertitel sind eher den sich häufenden morbiden Elementen der Playlist geschuldet als der Grundstimmung dieses Werks an sich. Denn der Schein trügt manchmal: hinter dem düster anmutenden Namen Death Metal Disco Scene versteckt sich ein großartiges Pop-Remix-Outfit (s. "Daniel" in It's Nothing Personal) und ganz erstaunlich hört sich ihre erste Eigenproduktion 21, ein poppige Rocknummer, ein wenig nach den derzeit inaktiven Ting Tings an. Darüber hinaus sind auch einige lebensbejahende Songs vertreten. Beispielsweise die wunderschöne erste Single "Zorbing" der britischen Newcomer Stornoway oder "Kiss Of Life", Vorläufer von Friendly Fires' zweitem Album. Ein sehr vielversprechender Song, mit deutlichem brasilianschen Einfluss. Damit reiht sich der Song in den kleinen Schwerpunkt von If You're Feeling Sinister ein. Mit Nacey, dem Super Discount Bravery Remix und Rye Rye feat. M.I.A. im Buraka Som Sistema Remix gibt es nämlich noch mehr lateinamerikanische Anklänge.

Aber lest und hört erst ein mal selbst ... (Für ganz Interessierte gehen die Liner Notes nach der Playlist weiter.)
  • Spoon - Got Nuffin
  • Death Metal Disco Scene - 21
  • of Montreal - Computer Blue
  • Miike Snow - Black & Blue
  • Stornoway - Zorbing
  • Friendly Fires - Kiss Of Life
  • Fever Ray - Triangle Walks (Tiga's 1-2-3-4 Remix)
  • Noah and the Whale - Blue Skies (Death To The Throne Remix)
  • So I'm Jo - Static
  • Simian Mobile Disco feat. Alexis Taylor - Bad Blood
  • Cazals - Somebody, Somewhere (Lifelike Dub)
  • Nacey - Work For This
  • Rye Rye feat. M.I.A. - Bang (Buraka Som Sistema Carnival Remix)
  • The Bravery - An Honest Mistake (Super Discount Remix)
  • Bitchee Bitchee Ya Ya Ya - Super Rick
  • Flairs - Whamma Gonna Do?
  • My Awesome Mixtape - Me & The Washing Machine
  • Passion Pit feat. Ellie Goulding - Sleepyhead (Starsmith Remix)
  • Florence + The Machine - My Boy Builds Coffins
  • Geographer - Rushing In Rushing Out
  • The Middle East - Blood
Eine Vielzahl von Remixen ist selbstverständlich auch diesmal von der Partie und die stellt einen jeden Kompilierer immer wieder vor die Qual der Wahl, denn selten kommen Remixe allein. Viel Beachtung hat Noah and the Whale's Blue Skies in den letzten Wochen verdienterweise erlangt. Von den 1-A Remixen ist hier die Bearbeitung von Death To The Throne vertreten, die an den Postal Service Remix von Feist's Mushaboom erinnert. Sehr schön. Noch schöner ist der Umstand, dass im Starsmith Remix von "Sleepyhead" keine Geringere als sein Protegé Ellie Goulding Passion Pit's zuckersüße Musik noch klebriger macht. Zum Dahinschmelzen! Ein wahres Remixfeuerwerk wurde auch um die neue Flairs' Single Whamma Gonna do? eröffnet. Zu empfehlen sind dabei die Remixe von Be Noizy, Bitchee Bitchee Ya Ya Ya und Death Metal Disco Scene. Letzterer ist leider sowohl auf der EP als auch im Internet nur als Remix ohne Vocals erhältlich, die tolle Dub-Version kann zurzeit ausschließlich als Stream auf Hypem von dem hervorragenden nightmagnets-Blog angehört werden. Aber das lohnt sich. Als Konsequenz ist jetzt das Whamma Gonna Do? Original enthalten. Natürlich auch fantastisch.

Zuvor erwähnte Bitchee Bitchee Ya Ya Ya arbeiten gerade an einem Album und haben mit Super Rick eine Hommage an Rick James' "Super Freak", ein Dance Classic der immer wieder gerne auf Betriebsfeiern, Hochzeiten und sogar geschmacksichern Tanzveranstaltungen gespielt wird und für das der jüngeren Generation vielleicht bekanntere "Can't Touch This" von MC Hammer Sample-Modell gestanden hat, produziert.



Mit einem ganzem Tributalbum wurden Prince beehrt. Spin Magazine stellt exklusiv "Purplish Rain" zur Verfügung auf dem u.a. Lavender Diamond, Chairlift und of Montreal Prince interpretieren. Kostprobe gibt es im Tape. Für den Download des Albums benötigt man einen Clue aus dem Print-Magazine. Der wird hier natürlich nicht veröffentlicht. Auf Anfrage, vielleicht aber heimlich zugeflüstert.

Düster, Düster ... Viel Spaß!


If You're Feeling Sinister - by the Alphabet Pony / Genre: Blood

Dienstag, 21. Juli 2009

A Tidal Wave



Schon wieder ein Mixtape mit Wetterbezug bei Beat Control? Nicht wirklich. Das ist eher dem Zufall geschuldet, und mir selbst auch gerade eben erst bei Verfassen dieser Zeilen bewusst geworden. Vielmehr ist der Titel ein Zitat aus dem letzten Track des Tapes, Sleep All Summer, und passte meiner Meinung nach gut zu diesem Mix.

Sleep All Summer - im Original von der mir bislang unbekannten Band Crooked Fingers – ist dabei eine von drei Coverversionen in diesem Tape, die in diesem Fall eine Co-Produktion der beiden tollen Bands The National und St. Vincent darstellt. Das Tape beginnt auch gleich mit einer Interpretation, und zwar verwandeln Alphabeat Digital Love von Daft Punk in sommerlich-leichten Gitarren-Pop (von Daft Punk stammt im übrigen auch das Intro). Von We Have Band stammt das dritte Cover West End Girls, die im Original natürlich von den Pet Shop Boys besungen werden.

Hier nun aber erst einmal die Tracklist von A Tidal Wave:

  • Intro
  • Alphabeat – Digital Love
  • Lisa Mitchell – Stevie
  • Teitur – Catherine The Waitress
  • Hjaltalin – Traffic Music
  • Coeur De Pirate – Comme Des Enfants (La Matos Andy Carmichael Remix)
  • Sebastian Ingrosso – Laktos
  • We Have Band – West End Girls
  • 80kidz feat. Hey Champ – Getting You Off
  • Nathan Fake – The Sky Is Pink (James Holden Remix)
  • The Rolling Stones – Under My Thumb (Todd Terje Remix)
  • Santigold – L.E.S. Artistes (Left/Right Remix)
  • Patrick Wolf – Who Will? (Buffetlibre Remix)
  • Does It Offend You, Yeah? - Epic Last Song (Lifelike Remix)
  • Matthew Dear - Deserter
  • Gossip – Men In Love
  • The Clientele – I Wonder Who We Are
  • Donora – Shhh
  • The Little Hands Of Asphalt – Blue & Green
  • Regina Spektor – Dance Anthem Of The 80s
  • St. Vincent and The National – Sleep All Summer


Es finden sich hier erneut einige Wiederholungstäter ein, sei es nun Gossip mit Beth Dittos persönlicher Liebeserklärung an die Schwulen, Men In Love, Regina Spektor mit dem wunderschönen Dance Anthem of The 80s oder die 80Kidz / Hey Champ Kollaboration Getting You Off. Ebenfalls alte Beat Control-Bekannte sind Patrick Wolf und Coeur De Pirate, die hier in geremixter Form vertreten sind.

Älter als altbekannt sind wohl die Rolling Stones. Deren Song Under My Thumb war vor ein paar Jahren eines meiner Lieblingslieder während der Zeit als Zivildienstleistender und wurde nun vom norwegischen Electro-Meister Todd Terje etwas entstaubt und würdig ins 21. Jahrhundert versetzt. Etwas aktuellere personal Favourites sind Catherine The Waitress von Teitur sowie Donora mit Shhh. Letzteres wurde vor allem durch ein Video der Blogger-Seite Postsecrets bekannt, dass bereits innerhalb der ersten Woche über eine Millionen mal angeklickt worden ist. Der Blog ist ein Projekt des Künstlers Frank Warren, bei dem anonym eingeschickte, mit persönlichen Geheimnissen beschriftete Postkarten gepostet werden. Sehr lustig.

So, hier noch einmal der Download Link

Montag, 13. Juli 2009

gold in the air

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nun gut, ihr wolltet es so, und deshalb kommt hier mein "sommermix". der ist eigentlich weder mehr noch weniger sommerlich als jedes andere tape, das ich zu dieser jahreszeit erstelle, aber nun denn. hier ist die tracklist:

Gold In The Air

01+Intro
02+El Perro Del Mar+Change Of Heart
03+Rose Elinor Dougall+Start/Stop/Synchro
04+Jack Peñate+Tonight's Today
05+Wolf Gang+Pieces Of You (Disco Bloodbath Remix)
06+Phenomenal Handclap Band+You'll Disappear
07+Clubfeet+Teenage Suicide (Kap10Kurt Remix)
08+Holy Ghost+I Will Come Back (Classixx Acapulco Nights Version)
09+Hey Champ+Cold Dust Girl (Only Children Remix)
10+La Roux+Bulletproof (Larry Tee & Alexander Technique Blogula Remix)
11+Nightcrawlers+Push The Feeling On (Russ Chimes Remix)
12+Lost Valentinos+Thief (Nile Delta Remix)
13+Cicada+Falling Rockets (Just A Band Remix)
14+Peter Björn And John+It Don't Move Me (The Knocks Remix)
15+Casiokids+Finn Bikkjen
16+Harlem Shakes+Strictly Game
17+Fight Like Apes+Jake Summers
18+Wild Beasts+Hooting And Howling
19+Celebration+Open Your Heart
20+The Hidden Cameras+Walk On
21+DM Stith+Be My Baby
22+Outro

das intro/outro habe ich mir von shinichi osawas sommermix aus dem palms out blog geborgt. die haben da zur zeit ebenfalls eine reihe toller sommermixe, die zum teil wirklich sehr zu empfehlen sind. und dann doch auch ein kleines bisschen professioneller als unsere werke, aber das wird noch!

auch auf diesem mix tummeln sich einige alte bekannte, wie zum beispiel die hidden cameras, el perro del mar und sogar peter björn and john. dazu gibt es ein paar personal favourites wie celebration, die ich vor 2 jahren als vorband der yeah yeah yeahs in berlin gesehen habe, was für eine großartige kombination! das kann ich besonders nach diesen beiden eher nicht so tollen vorbands sagen, die ich im mai und letzte woche im docks vor den yyys ertragen musste. dazu hat die band aus baltimore ein recht innovatives konzept entwickelt, seit märz posten sie jeden monat einen song als gratis-download auf ihrer homepage. sobald sie ihr album, das wohl "electric tarot" heißen wird, voll haben, wird es ausschließlich auf vinyl gepresst und käuflich erhältlich sein. wenn das mal nicht meinen musikhör- und -konsumgewohnheiten entspricht!

ein weiterer favourite sind die wild beast, deren zweites album "two dancers" am 3. august erscheinen wird. "hooting and howling" ist derzeit mein absoluter lieblingssong. auch wenn die stimme von hayden thorpe gerne mit der von antony hegarty verglichen wird, hat die band doch einen ganz eigenen sound, der mir sehr gut gefällt.

ganz zum schluss gibt es dann auch noch einmal ein highlight, ein ronettes-cover von dm stith, dessen erstes album "heavy ghost" gerade erschienen ist. sehr empfehlenswert!

zur erinnerung hier noch einmal das original, weil's so schön ist:



und zu guter letzt der bequemheit halber noch einmal der downloadlink.

Dienstag, 7. Juli 2009

Summer In The City

Summer In The City

Beat Control kann wohl nicht mehr nur als reiner Blog für Mixtapes gelten, sondern auch als Möglichkeit zum Schwadronieren über Wetter- und Jahreszeiten für die Postenden. Auffällig oft wurden nun schon einige wetterbezogene Worte verloren, wenn hier ein neues Erzeugnis vorgestellt wurde. Verkehrt oder gar unnatürlich ist das wohl kaum. Wetter und Stimmungslage stehen in engem Zusammenhang sowie Stimmungslage und Klanggelüste. Folglich sind nicht erst die beiden neusten Tapes Summer Sun und Summer In The City von der derzeitigen Jahreszeit und Wetterlage inspiriert, sondern bspw. auch mein letzter Post It’s Nothing Personal, in dem viele sonnige Klänge zu hören waren. Johannes D. Täufers Beispiel folgend, stelle ich hier nun aber ein reines Sommertape vor, welches jedoch nicht als ultimativer Sommersoundtrack aufzufassen ist, sondern lediglich als Querschnitt, wie sich mein persönlicher Sommer momentan anhört, ohne dabei einem Anspruch von Aktualität bei der Songauswahl zu folgen.

  • Slow Club – The Lucky One
  • Nouvelle Vague – Eisbär
  • Edson – I Believe In A Thing Called Love
  • Maritime – Someone Has To Die
  • Antartica Takes It! – C & F
  • Charlotte Hatherley – Summer
  • Shout Out Louds – 100°
  • Spoon – The Way We Get By
  • Rufus Wainwright – California
  • Conor Oberst – Sausalito
  • The Cardigans – Rise & Shine
  • Regina Spektor – Summer In The City
  • Camera Obscura – Let’s Get Out Of This Country
  • Beirut – Scenic World (Lon Gisland Version)
  • CocoRosie – Rainbowarriors
  • Chairlift – Bruises
  • Sébastien Tellier – Roche (Breakbot Remix)
  • Emilíana Torrini – Jungle Drum (Tolo Remix)
  • Late Of The Pier – Bathroom Gurgle (Breakbot Remix)
  • Au Revoir Simone – Sad Song (Pacific! Remix)
  • Broken Social Scene – Pacific Theme
  • Alexi Murdoch – Orange Sky
  • Rilo Kiley – With Arms Outstretched

Neuinterpretationen fehlen auch bei diesem Tape nicht, drei Großartige eröffnen es. Während Slow Club das wunderschöne „The Lucky One“ von Au Revoir Simone lediglich ein wenig ihrem Stil anpassen, machen Nouvelle Vague, die dieser Tage ihr drittes Album veröffentlicht haben, aus dem 80er-Jahre-Düster-Wave-Hit „Eisbär“ der deutschen Band Grauzone in gewohnter Weise eine verträumte Sonnenschein-Bossa-Nova-Nummer und die Schweden von Edson überarbeiten den Falsetto-Classic-Rock der aufgelösten Band The Darkness hin zu einem Akustikgitarrengetragenem Sommerhit. Ein Unterschied wie Sommer und Winter. Aber höret selbst!

Bildmaterial für das Cover und die Playlist stammen aus eigener Kamera, in Alberobello und Monopoli, Süditalien, aufgenommen. Sehr schön dort!

Summer In The City – by the Alphabet Pony / Genre: El Mar

Montag, 29. Juni 2009

Summer Sun



Vor zwei Wochen habe ich mich noch über den fehlenden Sommer beklagt – jetzt ist er da. Nicht nur meteorologisch sondern auch in Form von jeder Menge Sonne und blauem Himmel. Das trifft besonders auf Brindisi zu, einem Ort im italienischen Stiefelabsatz. Dort machen wir gerade Urlaub. Sommerliches Urlaubsfeeling pur soll auch das neueste Mixtape vermitteln – ob man nun tatsächlich im Urlaub weilt oder das gute Wetter daheim genießt.

Dabei sind sowohl Songs enthalten, die schon vom Namen her sommerlich klingen (Sunny Afternoon, Another Sunny Day), als auch solche, in denen beliebte Sommerurlaubsziele besungen werden (Mykonos, California, Barcelona oder eben Italy) sowie solche, die einfach ein nur nach Sommer pur klingen (Kate, Love Vibrations, Catch My Disease).

Wie in jedem meiner bisherigen Tapes befindet sich auch auf diesem wieder ein Cover, in diesem Fall interpretiert Adam Green die Beach Boys (Kokomo). Außerdem gibt’s auch noch eine Prise Eurodance von Dario G, ein wenig 70er Disco von Donna Summer sowie einen Hauch Pop von Texas, deren Song Summer's Son Pate für den Namen des Tapes stand.

Hier nun der Download Link sowie die Tracklist von Summer Sun:
  • The Kinks – Sunny Afternoon
  • Phantom Planet – California
  • The Thrills – Santa Cruz (You're Not That Far)
  • The Shins – Australia
  • Belle And Sebastian – Another Sunny Day
  • Sambassadeur – Kate
  • I'm From Barcelona – We're From Barcelona
  • Ben Lee – Catch My Disease
  • Adam Green – Kokomo
  • Josh Rouse – Love Vibrations
  • Morcheeba – The Sea
  • Simian – Sunshine
  • Dario G – Sunchyme
  • Pacific – Sunset Blv.
  • Empire Of The Sun – Standing On The Shore
  • Presets – Summer Of Love
  • Donna Summer – Hot Stuff
  • Texas – Summer Son
  • Clap Your Hands Say Yeah – Sunshine And Clouds And Everything Proud
  • Hjaltalin – Goodbye July
  • Billy Vision And The Dancers – Summercat
  • Beirut – Postcards From Italy
  • Fleet Foxes – Mykonos
  • Beatles – I'll Follow The Sun

Montag, 22. Juni 2009

i heard it through the bassline

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gut eine woche nach dem letzten mixtape kommt hier auch ein neues werk von mir. es ist, wie ich finde, sehr poppig, aber eigentlich sind das ja alle meine mixe, wenn wir mal ehrlich sind.
ein paar anmerkungen zu einzelnen songs hätte ich auch noch. als regelmäßige/r hörer/in werdet ihr bestimmt schon anhand der tracklist erkannt haben, dass sich auch hier ein paar alte bekannte tummeln. seht selbst:

I Heard It Through The Bassline

01/Coeur De Pirate/Berceuse
02/Lovers/Igloos For Ojos
03/Pony Pony Run Run/Hey You
04/Bachelorette/Her Rotating Head
05/Marina And The Diamonds/I Am Not A Robot (Starsmiths 24 Karat Remix)
06/Gossip/Love Long Distance
07/DatA/Skywriter
08/Siriusmo/Gummiband
09/Housse De Racket/Synthétiseur (Housse De Racket Remix)
10/Hockey/Learn To Lose (Filthy Dukes Remix)
11/CHEW LiPS/Salt Air (Two Door Cinema Club dui Mix)
12/Hey Today!/Wonderman
13/The Golden Silvers/Arrows Of Eros (The Shoes Remix)
14/Cut Off Your Hands/Still Fond
15/Two Door Cinema Club/Undercover Martyn
16/Of Montreal/For Our Elegant Caste
17/Micachu/Golden Phone
18/Dirty Projectors/Stillness Is The Move
19/Fiery Furnaces/The End Is Near
20/Florence and The Machine/Cosmic Love
21/The XX/Teardrops

die bezaubernde coeur de pirate hatte nicht nur johannes d. täufer schon auf seinem letzten tape, sondern auch the alphabet pony und sogar ich selbst sind schon länger dem charme der franko-kanadierin erlegen. das selbe passiert euch hoffentlich auch.

ein eher persönliches laster von mir ist marina and the diamonds. ihre songs sind einfach perfekte pop-nummern, und damit bin ich immer zu kriegen. "i am not a robot" ist auch im original ein richtiger ohrwurm und ein echter hit!

ähnlich verhält es sich mit florence and the machine, die nicht nur namentlich ihrer landsfrau gleichsteht. "cosmic love" greift ganz tief in die pathos-kiste und lässt die wartezeit auf das album "lungs" (erscheinungsdatum 10. juli) quälend lang erscheinen.

das erscheinungsdatum spielt auch im falle von hockey eine große rolle. deren tolle single "learn to lose" erscheint in deutschland nämlich erst am 23.06., also übermorgen. und tatsächlich war es mir unmöglich, heute schon eine mp3 des originals aufzutreiben, obwohl ich bereits 2 versionen der 7" auf vinyl besitze. der filthy dukes-remix ist allerdings keineswegs schlecht und ihr könnt es sogar legal und umsonst auf der homepage der band bekommen.

zu guter letzt noch ein paar wörtchen zu gossip, die mit ihrem aktuellen album "music for men" wohl endgültig musikalischen mainstream-erfolg erreichen werden (der klatschpresse waren sie dank beth dittos extravertierten auftretens ja schon länger ein begriff). und damit sind wir auch mitten in einem altbekannten indie-dilemma: gönne ich einer geliebten band den erfolg, oder will ich sie lieber nur für mich haben? werden bands, die zu einem major-label (sony) wechseln wirklich langweiliger und glatter? "darf" man die jetzt nicht mehr gut finden? leider habe auch ich keine wirklich befriedigenden antworten auf diese fragen, aber ich bin mir sehr sicher, dass gossip nie komplett im mainstream ankommen werden. dafür sind sie einfach zu queer, zu fett und zu unbeugsam. "love long distance" wird trotzdem ein radio-hit. das behaupte ich zumindest jetzt einmal (und nicht nur ich...). nicht nur diesen steuern sie zu diesem mixtape bei, sondern auch den titel. das ist nämlich eine zeile aus "love long distance", die nicht nur marvin gayes großartiges "i heard it through the grapevine" zitiert, sondern gleichzeitig und vor allem die the slits, die in ihrer coverversion diese zeile leicht abänderten. hier:



tja, langer rede kurzer sinn, hier ist noch einmal das wichtigste, der download-link.

last but not least noch ein hinweis auf das großartige cover, es handelt sich um "pikachu floats down broadway" von polaroidgirl, deren werke neben unzähligen anderen über das großartige etsy zu erstehen sind. was würde ich nur ohne kreditkarte machen...

Montag, 15. Juni 2009

Rain For Breakfast



Es scheint eine kleine Ewigkeit her zu sein, dass The Alphabet Pony mit dem großartigen „Don`t Steal Our Sun“ versuchte, dem guten Wetter auf den Sprung zu helfen. Fast ebenso lange scheint auch der letzte sommerlich-sonnige Tag zurück zu liegen. Bleibt zu hoffen, dass sich das spätestens mit dem offiziellen Sommerbeginn nächste Woche ändert.

So oder so möchte auch das das vorliegende Mixtape einen Beitrag dazu leisten, sich nicht vom schlechten Wetter unterkriegen zu lassen. Schließlich hat Regen - insbesondere warmer Sommerregen - auch seine schöne Seiten. Zugegeben: ein verregnetes Frühstück gehört nicht unbedingt dazu.

Besonders hervorheben möchte ich zum einem meine brasilianischen Helden The Twelves , die hier mit Nightvision ihre französischen Vorbilder Daft Punk interpretieren (letztere waren wiederum Namensgeber von LCD Soundsystems Daft Punk Is Playing At My House, das hier von den Briten Magic Arm gecovert wird) und zum anderen Florence And The Machine und Lissy Trullie, die mit Rabbit Heart (Raise It Up) bzw. Boy Boy nun bereits zum wiederholten - und bestimmt nicht letzten - Male der Beat-Control Mixtape-Schmiede entspringen.


Hier aber nun die komplette Playlist von Rain For Breakfast :

  • Super Tennis - Super Tennis Theme Song
  • Owl City - Hot Air Balloon
  • Florence And The Machine - Rabbit Heart (Raise It Up)
  • Flunk - Cigarette Burns
  • East Hundred - Slow Burning Crimes
  • Strawberry Sadness - The Only Word
  • Paul And The Patients - Blogspot
  • Fanfarlo - Fire Escape
  • Tigers That Talked - 23 Fears
  • Magic Arm - Daft Punk Is Playing At My House
  • Benjamin E. Morsberger - Near
  • Think About Life - Sweet Sixteen
  • Lissy Trullie - Boy Boy
  • Green Go - Brains For Breakfast
  • Faunts - Feel.Love.Thinking.Of
  • The Twelves - Nightvision
  • Gonzales - Working Together (Boys Noize Vox Mix)
  • Simian Mobile Disco (feat. Chris Keating) - Audacity Of Huge
  • We Have Band - You Came Out
  • Datarock - True Stories
  • Data Dog - What Kicks Will Work
  • Twilite - Faces
  • Yellow Tricycle - Yellow Tricycle
  • Coeur De Pirate - Fondu Au Noir

Rain For Breakfast - by Johannes D. Täufer.

Freitag, 12. Juni 2009

It’s Nothing Personal

It's Nothing Personal

Ob man sie nun persönlich nimmt oder nicht. Gute Songs leben nicht nur von guter Musik sondern auch von guten Texten. 22 Mal Obskures, Schönes, Intelligentes, Düsteres gibt es in dieser Zusammenstellung zu hören und zu verstehen. Wer sich von Titeln in englischer und französischer Sprache unterfordert fühlt, darf sein Glück im wunderschönen „En Amerikan“ mal mit Schwedisch versuchen. Sich über sprachliche Barrieren hinweg zu verständigen befinden zudem auch Yelle und Robyn sehr förderungswürdig und covern sich unter dem Label Foreign Exchange gegenseitig. Aus Yelle’s „A Cause Des Garçons“ wird „Because Of Boys” und aus Robyn’s „Who’s That Girl?” „Qui Est Cette Fille?“. Letzeres ist im Ergebnis sehr hörenswert und hier vertreten.

Stücke werden natürlich nicht nur in Coverversionen sondern auch in Remixen neu interpretiert. Wie Martha Hari bereits in ihrem letzten Post anmerkte, werden großartige Songs dadurch nicht unbedingt besser. Doch für den Fall, dass man die Titel bereits ein wenig zu oft (mittlerweile schon in Märkten der Rewe Group) hörte, stellen die hier verwendeten Remixe der überpräsenten Hits „Quicksand“ und „Daniel“ eine gelungene und sehr geschmackvolle Abwechslung zum Original dar.

Zum Schluss gibt es noch nach dem kommenden Album der mittlerweise zu recht medial auf allen Kanälen popularisierten Supertruppe Gossip um Beth Ditto (wem die Band bisher nicht geläufig war, kennt ihre Frontfrau vielleicht aus der Yellow Press) eine weitere gute Mär. Es handelt sich um Regina Spektor‘s neues Album „Far“, welches am 23. Juni veröffentlicht wird. Eine Kostprobe, die große Lust auf mehr macht, ist kurz vor Ende dieses Tapes zu hören.

Ganz am Ende sind wir dann alle nur höhere Kinder!

  • Elizabeth & The Catapult – Taller Children
  • Roxy Rawson – Riddle It
  • Strip Sqaud – Hairless Youth of Bosnia
  • Starlight Mints – Zoomba
  • Gossip – Dimestore Diamond
  • Yelle – Qui Est Cette Fille?
  • The Black Ghosts (feat. Damon Albarn) – Repetition Kills You
  • Junior Senior – Shake Your Coconuts (DFA Remix)
  • Animal Collective – Summertime Clothes (Dam-Funk Remix)
  • Bat For Lashes – Daniel (Death Metal Disco Scene Remix)
  • La Roux – Quicksand (Chateau Marmont Remix)
  • The Artistry – Ian’s 115th Dream
  • Database vs. French Horn Rebellion – Beaches and Friends (Hey Champ Remix)
  • Au Revoir Simone – Shadows (The Teenagers Remix)
  • Chapeau Claque – Reykjavik
  • Stars – Undertow
  • Francis International Airport – Fleabite
  • Shayna and the Bulldog – Expatriate
  • Pomegranates – Southern Ocean
  • Regina Spektor – Folding Chair
  • Poney Express – Les Petits Matins
  • Fantasikrig – En Amerikan

It’s Nothing Personal – by the Alphabet Pony / Genre: Youth