Mittwoch, 21. Oktober 2009

Autumn's Breeze




Es ist kalt geworden in den letzten Tagen. Und windig. Mit anderen Worten: Der Herbst ist da! Das neueste Beat Control Tape Autumn's Breeze soll dazu beitragen, der herbstlichen Atmosphäre auch etwas Schönes abgewinnen zu können. Sei es beim Fahrradfahren in der Herbstsonne mit Blick auf den Bodensee (oder die Alster), beim Spazieren gehen im windigen und laubigen Park, bei einer heißen Schokolade im Café der Wahl oder zu Hause in der Badewanne.

Dabei vermittelt die erste Hälfte von Autumn's Breeze – wie ich finde - eher ein fröhliches Herbstgefühl, während die zweite Hälfte dagegen mehr von einer düsteren, melancholischen Stimmung getragen wird.


Hier nun erst einmal die Tracklist:
  • Elizabeth & The Catapult - Momma's Boy
  • Kings Of Convenience - Rule My World
  • The Spinto Band - Mr Blue Sky
  • Dance Yourself To Death - We Are All Made Of Stone
  • Fenech-Soler - The Lion & The Bird
  • Filthy Dukes - Messages (We Have Band Remix)
  • Cassius - Youth, Speed, Trouble, Cigarettes (Don Diablo Remix)
  • Linus Loves - European Vacation
  • The xx - Night Time (What Kind Of Breeze Do You Blow? Extended Mix)
  • Lindstrøm & Solale - Baby I Can't Stop You (Aeroplane Remix)
  • LCD Soundsystem - Bye Bye Bayou
  • Low Motion Disco - Things Are Gonna Get Easier (Woolfy's Forgiveness Mix)
  • Lightning Dust - Never Seen
  • Vampire Weekend - Exit Music (For A Film)
  • Bon Iver & St. Vincent - Roslyn
  • Passion Pit - Smile Upon Me
  • Massive Attack (feat. Tunde Adebimpe) - Pray For Rain
  • Patrick Wolf - The Sun Is Often Out
  • Antony And The Johnsons - Crazy In Love

Insgesamt finden sich hier hauptsächlich Beat-Control-Bekannte wieder. Zum ersten Mal vertreten sind dagegen Lightning Dust mit dem wunderschönen Never Seen, Cassius mit einem Remix von ihrer neusten Single Youth, Speed, Trouble, Cigarettes sowie Linus Love mit einem schön Electro-Pop Stück European Vacation.

Ebenfalls zum ersten Mal vertreten aber trotzdem altbekannt sind LCD Soundsystem mit ihrer brandneuen Single Bye Bye Bayou, Massive Attack mit Pray For Rain, eine Kollaboration mit Tunde Adebimpe, seineszeichen Sänger von TV On The Radio und The Spinto Band mit einem Cover von ELO's Mr Blue Sky.

Letztgenannter Song befindet sich auf dem Sampler „Peace“, den das spanische DJ-Team Buffetlibre zusammen mit Amnesty International herausbringt und das selbstverständlich Geld für einen guten Zweck sammelt. Auf dem Sampler werden Künstler aus 50 Ländern vertreten sein, stellvertretend seien an dieser Stelle folgende genannt: Patrick Wolf, Micachu and The Shapes, Asobi Seksu, Vive La Fête, Locas In Love, Voxtrot, I'm From Barcelona, Ane Brun, Sally Shapiro, Keren Ann, Gooseflesh, Low Motion Disco und Jeans Team. Hier findet ihr die Liste aller Künstler.

Der Sampler wird im Januar erhältlich sein für einen vom Käufer selbst festgelegten Preis (mind. 2 €). Neben dem guten Zweck liefert also auch das Preis-Leistungs-Verhältnis einen sehr guten Grund, hier Geld zu investieren.

Mr Blue Sky ist – wer hätte es gedacht – nicht das einzige Cover auf diesem Tape. Antony And The Johnsons haben ihr Cover von Beyonces Hit Crazy In Love, das es lange Zeit nur als Live-Version auf Youtube zu hören gab, nun endlich auch im Studio aufgenommen. Vampire Weekend haben sich dagegen Radiohead angenommen und sich mit Exit Music (For A Film) auch gleich einen ihrer – vielen – schönsten Songs ausgesucht.

Apropos Filmmusik. Wie auch schon auf Martha Hari's where it star's and ends ist auch hier ein Lied vom Soundtrack zum zweiten Teil der Twiglight-Saga vertreten, und zwar Roslyn, eine Zusammenarbeit von Bon Iver und St. Vincent

Zum Abschluß sei noch einmal darauf hingewiesen, dass die auch in diesem Tape vertretenen Dance Yourself To Death beim Mis-Shapes Jubiläum am 6.11. im Molotow auftreten werden. Nicht verpassen!

So, und hier jetzt noch mal der Download Link:

Johannes D. Täufer - Autumn's Breeze

Viel Spaß!

Dienstag, 13. Oktober 2009

where it starts and ends

Photobucket

mit ein paar tagen verspätung kommt hier mein nächster mix.

Where It Starts And Ends

Grizzly Bear with Victoria Legrand - Slow Life
Florence & The Machine - Are You Hurting The One You Love?
Rose Elinor Dougall - Fallen Over
Everything Everything - My Keys Your Boyfriend
Vampire Weekend - Horchata
Ellie Goulding - Under The Sheets
Chew Lips - Seven
Midnight Juggernauts - This New Technology
Raw Man + Blanche - United
Vitalic - See The Sea (Red)
Temper Trap - Sweet Disposition (Alan Wilkis Remix)
Monarchy - Gold In The Fire
Phoenix - Love Like A Sunset (Shuttle Remix)
Röyksopp - Tricky Tricky (Salem Remix)
Marina and the Diamonds - Mowgli's Road (The Knocks Remix)
Jamie T - Sticks 'n' Stones
Jack Penate - So Near
The Ettes - Take It With You
Tegan and Sara - Hell
Land of Talk - Sixteen Asterisk
Ohbijou - Make It Gold
Grizzly Bear with Feist - Service Bell


(heimlicher) untertitel: the emo-one.
das liegt vor allem an zwei songs, erstens der kollaboration zwischen grizzly bear und victoria legrand, der atemberaubenden sängerin der großartigen beach house (das adjektiv bezieht sich vor allem auf ihre gesanglichen qualitäten), das doch tatsächlich vom soundtrack des 2. teils der "twighlight"-saga entliehen ist, einer - wie ich finde - unerträglichen teenie-vampir-schnulze. der song ist nichtsdestoweniger allererste sahne.
ebenfalls von einem soundtrack stammt auch der zweite deutlich emo-lastige song von the temper trap. der hier verwendete remix ist zwar nicht ganz so "emotional" wie das original, dafür kommt dieses aber in dem irgendwie wohl als "indie" zu bezeichnenden film "500 days of summer" vor. wer nun allerdings etwas gegen dessen hauptdarstellerin zooey deschanel sagen will, bekommt es mit mir zu tun! dennoch ist "sweet disposition" wie gemacht für die heavy rotation im formatradio.

immer mehr in die emo-ecke dringen leider auch tegan and sara vor. zumindest meiner meinung nach. mal sehen, wie das komplette neue album "sainthood", das am 27. oktober erscheinen wird, und dessen vorab-single "hell" darstellt, sich präsentiert. ein bisschen hoffnung habe ich da durchaus noch.

außerdem finden sich auf diesem mix auch ein neuer song von ellie goulding, der leider nicht ganz an das unglaubliche "starry eyed" heranreicht, (das heute übrigens auf welle20 lief, wo ganz zufällig ein mitglieder der beat control-redaktion teiweise für die musik verantwortlich zeichnet). trotzdem handelt es sich auch hier um einen astreinen pop-diamanten, wie ich finde.
des weiteren habe ich neue bzw. aktuelle singles von vampire weekend (ein vorbote des 2. albums) und marina and the diamonds (b-seite von "obsessions" und nächste single) in diesen mix gepackt.
ganz neu sind auch die songs von midnight juggernauts (eine völlig unverdienterweise oft übersehene band), everything everything (noch so ein "next big thing") und chew lips (dito).
die sympathischen herren von phoenix stellen nicht nur immer wieder teile ihrer songs für remix-competitions zum freien download zur verfügung, sondern werden demnächst sogar ein komplettes album voller remixe ihrers großartigen werks "wolfgang amadeus phoenix" veröffentlichen. der hier zu hörende remix wird sich dort allerdings wohl leider nicht finden.

den abschluss von "where it starts and ends" bilden noch einmal grizzly bear, dieses mal mit unterstützung der einzigartigen leslie feist auf einem song des benefiz-samplers "dark was the night", womit der kreis sich schließt.

Sonntag, 4. Oktober 2009

Take A Walk

Take A Walk

"Wake up, it's a beautiful morning ..." and Take A Walk! Das neue und mittlerweile 30igste Tape auf Beat Control (Yeah!) ist sicherlich nicht nur zum Spaziergehen geeignet. An einem verkarterten Nach-Feiertags-Sonntag ist es jedoch sehr empfehlenswert, mit Kopfhörern in den Ohren ein wenig frische Luft einzuatmen. Den passenden Soundtrack dazu liefern ein paar ausgewählte Beat Control-Favoriten und viele vielversprechende Neuzugänge.

  • The Drums - Let's Go Surfing
  • Liechtenstein - Roses In The Park
  • Little Comets - Adultery
  • Neon Love - Holiday
  • Real Estate - Beach Comber
  • Thao With The Get Down Stay Down - Goodbye Good Luck
  • Land Of Talk - May You Never
  • The Sweet Serenades - On My Way
  • Gooseflesh - Still Wild
  • Digitalism - Taken Away (Gooseflesh Remix)
  • Ladyhawke - Magic (Classixx Version)
  • Priors - What You Need
  • Salem - Frost
  • Little Boots - Earthquake
  • Gejius - Take This, Lie Down, And Become Anew
  • The xx - VCR
  • Florence + The Machine - You've Got The Love (The xx Remix)
  • Phoenix - Rome (Neighbors Remix feat. Devendra Banhart)
  • Volcano Choir - Island, IS
  • Misty Roses - Nicht Plus Ultra
  • Baxter - Proof
  • Fuck Buttons - Surf Solar
  • The Drums - Let's Go Surfing (Nothing But The Girl Mix)

Seitens der erwähnten Beat Control-Favoriten waren Florence + The Machine und The xx, als zwei DER Newcomer des Jahres (sowohl für die alternative wie die Mainstream-Hörerschaft) in letzter Zeit fast schon zu gehäuft in Beat Control-Tapes vertreten, doch konnte ich mir eine nochmalige Verwendung voller Vorfreude nicht nehmen lassen, da ich trotz des südwestdeutschen kulturellen Lochs, in dem ich zur Zeit lebe, diesen Herbst nicht auf Auftritte der beiden verzichten werde. Um so schöner ist es, dass sich The xx "You've Got The Love" hingabevoll annahmen und einen Remix produzierten, der an eine Neuinterpretation des Candi Staton-Covers (die Nummer ist in der Tat gar keine Eigenproduktion) grenzt. Toll.

Eine ebenso tolle und extrovertierte Künstlerin wie Florence Welch ist Thao Nguyen, die mit ihrer Band Thao with the Get Down Stay Down dieser Tage ihr bereits viertes Werk "Know Better Learn Faster" veröffentlicht. Ihr Bekanntheitsgrad entspricht leider noch ganz und gar nicht der Qualität ihrer Musik. Aber vielleicht ändert sich das ja bald. Gesteigerter Bekanntheit dürfen sich demnächst bestimmt auch die Bands The Drums und Little Comets aus New York und Newcastle-upon-Tyne erfreuen. Herkömmliche, rein männliche Indie-Formationen aus New York und UK waren ja in den letzten Monaten (um nicht zu sagen seit Ende 2005) ein eher unspannendes Format, doch diese in Blogs zirkulierten Newcomer zeigen mit unbedachten, unprätenziösen, zum Mitsingen-einladenen Songs viel Potenzial. Gleiches gilt für die Australier von Neon Love, die kurz vor der Veröffentlichung ihrer EP "Keep Us In The Dark" stehen.

Weniger neu sind die großartigen Land Of Talk um die entzückende Elizabeth Powell, mit der die Beat Control Redaktion wirklich gerne mal spazierengehen würde. Erschreckenderweise wurde die Band hier bisher noch nicht vorgestellt, was sich aufgrund der in zwei Wochen erscheinenden "Fun And Laughter" EP nun gut anbietet. Neues Material gibt es auch von Bon Iver's Justin Vernon, der unter dem Namen Volcano Choir ein Album in Kooperation mit Collections of Colonies of Bees veröffentlichte. Damit ist er ganz dem diesjährigen Trend der Solo-, Neben- und Kollobarationsprojekte angepasst.

Einem anderem Trend - der zunehmenden Motorisierung der Weltgesellschaft - passen wir uns am besten nicht an und gehen der Umwelt zuliebe lieber zu Fuß. Dabei viel Spaß.

Take A Walk - by the Alphabet Pony / Genre: Recreation