Sonntag, 30. August 2009

I Can Disco



Nachdem mein letztes Tape anlässlich des Haldern Pop Festivals aufgrund der Beschränkung auf bestimmte Acts das bisher am wenigsten elektonischste meiner hier veröffentlichten Erzeugnisse dargestellt hat, gilt für den hiermit vorgestellten Mix I Can Disco genau das Gegenteil.

Das es dermaßen elektronisch ausgefallen ist liegt einfach daran, dass in den letzten Wochen immer mehr solcher Tracks auf meinem „Schreibtisch“ liegen geblieben waren, bzw. sich in meinem Gehörgang verschanzt hatten. Die selbst aufgelegte „Indie-Beschränkung“ meines letzten Tapes hat dann das übrige dazu beigetragen, dass der neue Mix so ist, wie er ist.

Hier aber jetzt erst einmal die Playlist:
  • Low Motion Disco - Love Love Love (Aeroplane Remix)
  • Of Montreal - Jimmy
  • Empire Of The Sun - We Are The People (Golden Filter Remix)
  • Morten Sorenson - Cyclick
  • Don Diablo - Song For MJ (Remember The Time)
  • We Have Band – Oh! (Andrew 'Friendly Fires' Remix)
  • Benjamin Diamond - Don't Stop (Data Disco Remix)
  • Bag Raiders - Turbo Love (Light Year Remix)
  • La Roux - I'm Not Your Toy (Data Remix)
  • Miami Horror - Make You Mine (Cassian Remix)
  • Yuksek - So Far Away From The Sea (The Twelves Remix)
  • Faker - This Heart Attack (Miami Horror Remix)
  • Grafton Primary - I Can Cook (Miami Horror Remix)
  • Sneaky Sound System - Pictures (Tonite Only Remix)
  • Miike Snow - Animal (Punks Jump Up Remix)
  • Christian Löffler - Heights
  • Hot Chip – Boy From School (Cosmic Sandwich Remix)
  • Noah And the Whale - Blue Skies (The Twelves Remix)
  • Bag Raiders – Turbo Love (Flight Facilities ft. Louie Austen Business Class Lounge Version)

Wer mich kennt weiß um meine Affinität zu Coverversionen oder Interpretationen im Allgemeinen (Remixe stellen im weitesten Sinne ja auch Cover dar). So gesehen befinden sich auf I Can Disco fast ausschließlich Interpretationen. Jedoch ist Jimmy von Of Montreal das einzig echte Cover, im Original ist der Track natürlich von M.I.A.. Bag Raiders Turbo Love dagegen ist nur in zwei verschiebenen Remixen vertreten, wobei das Lied beim Flight Facilities Remix dermaßen anders intoniert ist und noch dazu von einem anderen Sänger gesungen wird, dass man es getrost als ein Cover auffassen kann.

Song for MJ (Remember The Time) wiederum ist eine Art Mash-Up der beiden Micheal Jackson Songs Billie Jean und Remember The Time. Ich muss an dieser Stelle ja mal zubegen, großer Michael Jackson Fan, zuminest der frühen und besonders der sehr frühen Jahre, zu sein. Der Hype nach dem Tod hat mich dementsprechend umso mehr genervt, aber ich dachte nach nun zwei Monaten wäre eine kleine Huldigung okay.

So, hier noch mal der Download-Link:

Johannes D. Täufer - I Can Disco

Viel Spaß!


Freitag, 21. August 2009

falling for a ghost like you

Photobucket

mit ein bisschen verspätung kommt hier der mix, der auf johannes d. täufers tolles und enorm beliebtes haldern-tape folgt.

jetzt, wo der sommer schon wieder so gut wie vorbei ist, bin auch ich endlich in sommerstimmung und habe einen mix erstellt, der - wie ich finde - eigentlich genau das richtige für heiße hoch-/spätsommertage ist. gespickt mit verträumtem lo-fi pop, sind hier schon einmal der download-lilnk und die trackliste:

Falling For A Ghost Like You

01/Beach House/You Came To Me
02/Celebration/I Will Not Fall
03/Nurses/Technicolor
04/Animal Collective/Brother Sport
05/Taken By Trees/My Boys
06/Atlas Sound/Walkabout feat. Noah Lennox
07/Best Coast/Something In The Way
08/Veronica Falls/Found Love In A Graveyard
09/Crayon Fields/Pleasures
10/One For The Team/Garden
11/The Rural Alberta Advantage/Frank AB
12/The Very Best/Mfumu
13/Little Dragon/Looking Glass
14/Gotye/Learnalittlegivinandlovin (Passion Pit Remix)
15/The XX/Crystalised
16/Memory Cassette/Last One Awake (Cfcf Version)
17/The Sound Of Arrows/Into The Clouds
18/The Flaming Lips/Silver Trembling Hands
19/Lake/Madagascar
20/Hope Sandoval And The Warm Inventions/Trouble
21/Luxury Pond/The Bones

ein paar kurze worte noch zu meiner songauswahl:
es finden sich mal wieder einige alte bekannte, aber auch absolute frischlinge.
die eröffnung besorgt eine meiner lieblingsbands, beach house, die ich anfang dieser woche endlich einmal live sehen durfte. gänsehaut pur. es wird zeit, dass die beiden endlich auch einmal eine headliner-tour in deutschland kriegen, bisher waren sie hier nämlich nur als support zu sehen.

die songs nummer 4-6 bilden eine kleine "animal collective-einheit" in sich. "my boys" von taken by trees (spätestens seit meinem letzten mix bekannt), ist nämlich ein cover von acs "my girls" und als solches durchaus gelungen, wie ich finde. daran schließt "walkabout" von atlas an, auf dem noah lennox gefeatured wird, im "wahren leben" als "panda bear" mitglied des brooklyner trios.

eine weitere kollaboration, die ich hervor heben möchte, sind the very best. die bestehen aus dem malawischen sänger esau mwamwaya und den djs/produzenten des londoner duos radioclit. im prinzip bringen sie mit ihrem selbstbetitelten album die afrika-welle der letzten jahre (prominente vertreter u.a. vampire weekend) zu einem grandiosen abschluss. "mfumu" ist vielleicht etwas ungewöhnlich für ein solches "indie"-mixtape, deshalb aber nicht weniger passend oder gut, wie ich finde.

der anschließende song von little dragon erinnert mich ein bisschen an lykke li. nicht von ungefähr kommen beide acts aus - wie könnte es anders sein - schweden.

den sehr entspannten abschluss bildet u.a. ein neuer song von hope sandoval, die in den 90ern als sängerin von mazzy star zu mehr als verdienten ehren kam. nach g anzen 8 jahren wird am 25. september ihr neues album "through the devil softly" erscheinen. vorab gibt es hier schon einmal "trouble" zu hören, einen song, den ich beinahe intuitiv als cover eingestuft habe. leider kann ich einfach nicht herausfinden, von wem das vermeintliche original dazu ist. vielleicht kann mir ja jemand weiter helfen?

der allerletzte song schließlich stammt von dem kanadischen duo luxury pond, bestehed aus dan goldman und daniela gesundheit, auf deren selbstbetitelten debütalbum die streicher von niemand geringerem als owen pallet a.k.a.final fantasy arrangiert wurden! "the bones" kommt allerdings komplett ohne streichinstrumente aus. eine weiteres plus für die band in meinen augen, ist die tatsache, dass sich auf meine cd-bestellung über ihre homepage dan goldman persönlich per email bei mir meldete. sehr sympatisch!

damit in dem vielen erklärenden text die hauptsache nicht verloren geht, hier noch einmal der link:
falling for a ghost like you

Montag, 10. August 2009

Those Haldern Days



Bereits zum achten Mal werde ich am kommenden Wochenende zum Haldern Pop Festival an den Niederrhein fahren. Weil mir in diesem Jahr im Line-Up besonders viele Namen anfangs gar nichts gesagt haben, und weil ich mir ohnehin jedes Jahr erneut vor genommen hatte, mich vorm Festival intensiver mit den auftretenen Künstlern zu beschäftigen, dachte ich mir, es wäre eine gute Idee ein ganzes Tape extra für das Haldern zu mixen.

Hier ist es nun: Those Haldern Days.

Da das Festival trotz des ganzen Electro-Vormarsches der letzten Jahre seinen musikalischen Wurzeln im Großen und Ganzen treu geblieben ist (eine Ausnahme stellt wohl der Auftritt von Soulwax im Jahr 2000 dar), ist auch der vorliegene Mix naturgemäß ebenfalls eher unelektronisch.

Dem aufmerksamen Beat Control Leser bzw. Hörer werden dabei trotzdem ein paar Namen bekannt vorkommen, insbesondere Dear Reader , Little Boots und Grizzly Bear. Und allen voran die Isländer Hjaltalin, die nun bereits zum dritten Mal in Folge von mir in einem Tape verwendet wurden. Ihr Song Þú Komst Við Hjartað Í Mér ist dabei ein Cover von Páll Óskar, einer Art isländischem Robbie Williams, der nicht nur selber Musik macht sondern auch noch als DJ und Drag-Queen auftritt. Die Interpretation von Hjaltalin ist wirklich großartig und einer meiner Lieblingssongs der letzten Monate - wehe, sie spielen das nicht bei ihrem Haldern Auftritt!!!!

Wer das Original und das Cover direkt miteinander vergleichen will bekommt hier die Gelegenheit dazu:






Hier nun erst einmal die komplette Trackliste:

  • Noah And The Whale – Jocasta
  • Final Fantasy – This Is The Dream Of Win And Regine
  • Mumford And Sons – Hold On To What You Believe In
  • Andrew Bird – Fake Palindromes
  • Anna Ternheim – What Have I Done
  • The Maccabees – Love You Better
  • Broken Records – Lies
  • Port O'Brien – I Woke Up Today
  • Hjaltalin - Þú Komst Við Hjartað Í Mér
  • Blitzen Trapper – Furr
  • Paolo Nutini – Candy
  • Patrick Watson – Big Bird In A Small Cage
  • Dear Reader – The Same
  • Asaf Avidan And The Mojos – Small Change Girl
  • Grizzly Bear – Two Weeks
  • Jonathan Jeremiah – See It Doesn't Bother Me
  • Colin Munroe – Will I Stay
  • Little Boots – Stuck On Repeat
  • Loney, Dear – Distant Lights
  • The Irrepressibles – In This Shirt
  • Bon Iver – The Wolves (Act I And II)
  • Soap And Skin – The Sun

Der Anblick der Tracklist könnte dem vorhin bereits erwähnten aufmerksamen Leser/Hörer eine weitere Erinnerung wachrufen: Final Fantasys This Is The Dream Of Win And Regine ist genau die Hommage an DNTELs This Is The Dream Of Evan And Chan, die ich bei einem meiner ersten Mixtapes hier, Feature Me, ebenfalls angepriesen hatte. Nun konnte ich mir natürlich nicht die Gelegenheit nehmen lassen, es hier zu verwenden – obwohl ich dadurch Final Fantasy neueres Album vernachlässigen musste.
Ähnliches gilt für das neue, wunderschöne Album von Noah And The Whale, deren aktuelle Single Blue Skies ja bereits im letzten Tape von The Alphabet Pony, If You're Feeling Sinister, enthalten war. Jocasta hatte sich jedoch schon vor Wochen in mein Gehörgang gebrannt, und erschien mir zudem der ideale Opener für Those Haldern Days .

Ich könnte jetzt noch viel mehr zu den einzelnen Tracks schreiben, aber ich belasse es bei vier assoziativen Anmerkungen:

1. Colin Munroe kann ich schwer einordnen, klingt manchmal wie Jamie T, und in guten Momenten sogar wie Phoenix. Auf seiner Myspace-Seite kann man sich sein Album kostenfrei runterladen.
2. Asaf Avidan ist ein israelische Folk-Sänger, der mich stimmlich irgendwie an Janis Joplin erinnert.
3. Der Sänger von Blitzen Trapper wiederrum klingt so sehr nach Bob Dylan, dass ich beginnen würde an Reinkarnation zu glauben - wenn Bob Dylan bereits tot wäre. Ist er ja zum Glück nicht.
4. The Irrepresibles erinnern mich wiederum an Antony And The Johnsons, zumindest stark beim hier verwendeten Song In This Shirt. Dieser wurde für den Film The Forgotten Circus verwendet, aus dem auch dieser wunderschöne Clip stammt:



Those Haldern Days - by Johannes D. Täufer

Montag, 3. August 2009

copy&paste

Photobucket

das cover habe ich dieses mal aus einem bild von kevin van aelst gebastelt. der hat einige sehr interessante sachen gemacht, wie ich finde. manche bilder muss man sich auch erst einmal in ruhe und groß ansehen, um den "twist" zu entdecken.

jetzt aber ohne viele weitere worte gleich schon einmal die tracklist inklusive downloadlink:

COPY&PASTE

01/Taken By Trees/Sweetness
02/Passion Pit/Little Secret
03/Clock Opera/Once And For All
04/Everything Everything/Photoshop Handsome
05/Hidden Cameras/In The NA
06/Plastic Operator/Copy And Paste
07/James Yuill/No Pins Allowed
08/Miike Snow/A Horse Is Not A Home
09/Zoot Woman/Saturation
10/Frankmusik/Done Done Done
11/Bag Raiders/Shooting Stars (Kris Menace Remix)
12/Bat For Lashes/Pearl's Dream
13/Florence & The Machine/Rabbit Heart (Leo Zero Remix)
14/Simian Mobile Disco/Cruel Intentions (feat. Beth Ditto)
15/Fagget Fairys/Feed The Horse
16/Major Lazer/Hold The Line
17/Amanda Blank/Make It Take It
18/Spiral Beach/Domino
19/The Clock Work Army/Can't Hold It Down
20/An Horse/Camp Out
21/Wild Beasts/All The King's Men
22/The XX/Basic Space

eigentlich könnte ich in diesem mix zu jedem einzelnen song eine menge schreiben, ich versuche aber, mich kurz zu halten.
insgesamt ist er mir sehr indie(-pop)-lastig geraten, was ja an sich alles andere als schlecht ist. es spiegelt wohl einfach meine derzeitigen präferenzen wieder. neben einigem neuen material alter freunde - zumindest von mir - wie hidden cameras, taken by trees, spiral beach oder auch zoot woman, gibt es hier zwei richtig gute remixe von großartigen songs. "rabbit heart" ist zur zeit mein lieblingssong auf "lungs", nicht zuletzt seit ich dieses video gesehen habe:



hach.

außerdem finden sich auf diesem mix auch nicht weniger als 5 acts, die auf dem melt! gespielt haben (leider habe ich die fagget fairys dort verpasst), insofern ist das auch ein kleiner rückblick auf das, womit ich mich die letzten wochen beschäftigt habe.

dazu sind mit "feed the horse" der angesprochenen fagget fairys und auch "hold the line" zwei songs dabei, die ich schon lange in einem mixtape verwenden wollte. bisher kam ich nie dazu, doch hier passen die beiden sehr gut, wie ich finde. zumal dann auch gleich amanda blank folgt, die zur zeit ziemlich gehypt wird. ob zu recht oder nicht, das mag ich noch nicht entscheiden.

gegen ende wird das tape dann sogar noch richtig rockig mit einem etwas älteren favourite von mir, "can't hold it down" von den leider mittlerweile aufgelösten clock work army. die haben nach der auflösung eine neue band gegründet, calico horse. deren neues album habe ich mir sogar gekauft, doch leider kommt es nicht an die qualität der "catalyst for change"-ep der alten formation heran. vielleicht wird das ja noch, ich habe jedenfalls noch hoffnung.

hoffnung habe ich ebenfalls, dass euch mein aktueller mix gefällt, und ihr vielleicht einen netten kommentar hinterlasst...