Freitag, 18. März 2011

The Devil Is Caucasian

La Musique Apocalyptique

Teuflische Zeiten gerade. Dabei wäre es wohl am besten so zu tun, als gäbe es den Teufel gar nicht, wie der begnadete Chillwave-Tüftler Dayve Hawk aka Memory Tapes (wahlweise auch Memory Cassette oder Weird Tapes) uns das vorschlägt. Es gibt ihn aber leider doch: den Teufel. Und zwar nicht etwa in Gestalt von „Natur"-katastrophen, misanthroper Technik und nordafrikanischen Diktatoren, sondern direkt bei uns um die Ecke. „The Devil is Caucasian" stellen die Krautrocker der Stunde trocken wie immer fest und treffen das Problem im Kern. Westlicher Kapitalismus, Hegemonialpolitik und die Ideologie des ständigen Wachstums sind der Nährboden, über dem der Teufel heute wütet und das allgegenwärtige Chaos nur dessen Auswüchse. Drum schütten wir am besten alles ins uns rein - Pillen, Koffein, einmal in der Woche Schreien. Die Jugend kennt keinen Schmerz und lässt sich auf einen Tanz mit dem Teufel ein. Aber nach dem Exzess wachen wir mit vor Schmerzen rauchenden Köpfen auf uns sehen dann hoffentlich das Licht. Das, das nie ausgeht. Auf geht's. Besenstrich für Besenstrich. Kämpfen wir gegen den Teufel in mir, den Teufel in dir. Passend dazu la musique apocalyptique.

The Devil Is Caucasian - by The Alphabet Pony / Genre: Apocalypse

Montag, 28. Februar 2011

All Signals Pop!



Alle Zeichen stehen auf Pop, oder eben All Signals Pop!

Hier auf dem neuesten Beat Control-Mix gibt es tolle Melodien und große Gesten zuhauf. Hits! Hits! Hits!

Wir haben Superstars von morgen, so wie die beiden Schwedinnen von Icona Pop, die heute schon als Nachfolgerinnen von Robyn gehandelt werden, oder die Dänin Nanna Øland Fabricius, besser bekannt als Oh Land.
Auch Alex Winston steht eine große Zukunft bevor. Ich bin sicher nicht die einzige, der ihr Song "Locomotive" einfach nicht mehr aus dem Ohr gehen will.
Wer gerne auf das nächste große Ding wetten will, sollte hier wohl auf Clare Maguire setzen. Dieser Meinung ist auch die BBC, die sie auf ihrer Sound of 2011-Liste auf Platz 5 setzte.

Aber trotz allem Massenappeal heißt Pop für mich nicht automatisch Einwegware, die einem nach einer Saison in der Heavy Rotation jedes Radiosenders zum Hals raus hängt.
Einerseits zeigt sich Qualität auch darin, dass ein Künstler auch auf seinem 2. Album (so wie Lykke Li) oder sogar auf dem 7. Album (so wie die wunderbare Keren Ann) noch spannend und begeisternd sein kann.
Andererseits sind es manchmal gerade die eher versteckten Melodien, wie z.B. in der elektronischen Musik von Siriusmo, die einem nachhaltig im Ohr bleiben.

Pop kann hymnisch und fröhlich sein, so wie bei Foster The People oder Strange Talk, deren "Oooohooooo"s man am liebsten lauthals mitschreien möchte.
Genauso finden aber auch die leisen Töne Platz, z.B. die des zerbrechlichen und melancholischen "What I Thought Of You" von Holly Throsby.

Pop bietet allen Gefühlen Platz.
Und ich hoffe sehr, auch euren.

Viel Spaß also mit All Signals Pop!

Alternativ-Link auf Mediafire.

Dienstag, 22. Februar 2011

Dancing With The Devil


Mit dem Teufel zu tanzen ist natürlich gefährlich. Aber irgendwie auch aufregend. Wie alle gefährlichen Dinge auch aufregend sind. Als Teufelsmusik wurden gerade in den 60ern & 70ern Künstler "verteufelt", die die Sex, Drugs and Rock 'n' Roll Mentalität verkörperten. Der Band KISS z.B. wurde von den angeblich bibeltreuen Christen der "Spitzname" Knights In Satan's Service verpasst. Cat Stevens gehörte glaub ich auch zur Teufelsmusik, womit eigentlich alles gesagt ist. Aber vielleicht haben die Leute damals schon geahnt, das der gute Cat sich mal in Yusuf umbenennen wird.

Wie auch immer. Namensgeber für dieses Tape ist der neue Song von Wolf Gang, aber auch bei anderen Track lässt sich eine Verbindung zum teuflischen finden. Z.B. die neuen Singles von The Strokes und Breakbot, Under Cover Of Darkness und Shades Of Black. Schwarz ist ja bekanntlich die Farbe des Teufels, und Prince of Darkness einer seiner Spitznamen. Marina And The Diamonds beginnen ihre neue Single Sex, Yeah mit den teuflischen Worten: "Sex, Sex, Sex, Sex, Sex, Sex, Sex, Sex, Yeah!" und fordern uns am Ende auf to "question good and question bad". Und letztlich kann man auch in Antony Hegarty's neuester Disco Kolloboration mit den New Yorkern Riot Grrrls von MEN ein wenig Teufelhaftes entdecken, denn Antony besingt in Who Am I To Feel So Free? die Freiheit, das Freigeistertum und die Abkehr von gesellschaftlichen Normen.

Nun aber genug der teuflischen Assoziationen. Wer mehr zu dem Theme hören möchte, dem empfehle ich Die Drei ??? Folgen 21 (Die Drei ??? und der tanzende Teufel) und 81 (Die Drei ??? und die Musik des Teufels). Und natürlich

Dancing With The Devil - von Johannes. D. Teufel.

Freitag, 11. Februar 2011

Rumour Has It

Rumours. Rolling in the Deep.

Die Gerüchteküche. Ständig ist sie am Brodeln. Nichts ist mehr privat. Und im Grunde sind wir selbst schuld an der totalen Öffentlichkeit, wenn man sich einmal unsere Facebook Profile anschaut. Umso mehr freue ich mich abends mal ganz privat schöne Musik anzumachen und zu lauschen. Es ist ja nicht so, als könntet ihr auf last.fm mitlesen, was ich gerade höre. Jetzt werde ich erst mal das neue Beat Control Werk anhören. Rumour Has It … ich finde Adele ja auch ein bisschen gut in letzter Zeit, wie ihr vielleicht merken werdet. Zu recht.

Rumour Has It - by The Alphabet Pony / Genre: Gossip

Samstag, 29. Januar 2011

Tick-Tock



Zeit ist Geld, Zeit heilt alle Wunden, kommt Zeit, kommt Rat, alles zu seiner Zeit, ach du liebe Zeit, die Zeit rast, die Zeit drängt, die Zeit ist reif für ein neues Mixtape.
Tick-Tock


Bei diesem Tape habe ich einen neuen Service ausprobiert, Multiupload. Dieser bietet für den Download 6 verschiedene Filehoster zur Auswahl.
Rückmeldungen sind wie immer gern gesehen.

Dienstag, 18. Januar 2011

I Need A Dollar



Geld ist wohl des Menschen liebstes leidiges Thema. Jeder braucht es, keiner kann ohne. Es regiert angeblich die Welt und soll Freundschaften überleben.

Zum Glück gibts aber auch noch Sachen kostenlos, zum Beispiel die Mixtapes hier bei Beat Control. Dieses mal mit: I Need A Dollar, benannt nach dem gleichnamigen Stück von Aloe Blacc, dass sich natürlich auf dem Tape wiederfindet und dessen Erfolg die fiskalen Bedürfnisse von Mr. Blacc vermutlich hat stillen können. Ebenfalls mit dabei sind die musikalischen Besserverdiener Ellie Golding, Lykke Li, Yeah Yeah Yeahs und David Bowie.

Jetzt aber viel Spaß mit:
I Need A Dollar - by Johannes D. Täufer

Dienstag, 11. Januar 2011

Take Me Somewhere

In The Caribbean. Par Avion.

Manchmal hat man ja Sehnsucht. Nach irgendwas. Nichts bestimmtes. Einfach mal was anderes. Einfach mal wo anders. Wo es warm ist. Wäre doch schön, oder? Davon handelt auch das erste Beat Control Werk im reiselustigen Jahr 2011. Unsere Segelfahrt geht in die Südstaaten, nach Indien, in den Urwald und sogar auf den Mond. Selbstverständlich gibt es auch Ausflüge ins Tiefgründige, zur Stadt mit den drei Bäumen und gleich zu Beginn in die Bohème. Welch ein Spaß das wird. Alle Mann an Bord? Gleich legen wir ab!

Take Me Somewhere - by The Alphabet Pony / Genre: Sailing

Donnerstag, 23. Dezember 2010

Winter Sun



"I Do Not Care For The Winter Sun" heißt der Song von Beach House, den es auch als Gratisdownload auf ihrer Homepage gibt. Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich kann da eigentlich nicht zustimmen. Gerade im Winter ist Sonne und Wärme besonders wichtig. Für's Gemüt und so.

Und wenn es dann mal den ganzen Tag nur schneit, behilft man sich eben mit wärmender Musik. Z.B. mit der auf dem aktuellen Tape Winter Sun. Ich hoffe, es wirkt.

Samstag, 18. Dezember 2010

Shut Up And Dance

Mund halten. Tanzen.

Mund halten. Tanzen. Das ist die Devise. Shut Up And Dance ist das Ergebnis von Stress, Schlafstörungen und chronischer Unterfeierung. Da hat man es dann gerne auch mal ein bisschen laut, schrill und tanzbar. Nach I Can Disco und Drop You Like A Needle kommt hier das nächste Disco-Tape geflogen mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 128 BPM. Ihr könnt euch auf eine große Portion elektronische Leckereien einstellen – Tanzmusik in allen Spielarten. Zwei, drei Ausnahmen gibt es. Aber das ist ja genau das Spannende – wenn die Grenzen zwischen synthetisch klingender und tatsächlich von Synthesizern erzeugter Musik verschwimmen und sich alles zum Verwechseln ähnlich anhört.

Während es einige Ausblicke auf das kommende Jahr in Form von vielversprechenden Newcomern oder bisher durchbruchslosen Künstlern (We Are Enfant Terrible, Gold Panda, The Dø) zu hören gibt, sind auch in der Retroperspektive einiger meiner liebesten (Pop)-Songs 2010 von bspw. Lady Gaga, Cee Lo Green oder Delphic in gemixter Form vertreten. Denn das wird wohl mein letztes Werk für 2010. Roter Faden ist natürlich ein bisschen der Hype, den die Songs auf den einschlägigen Blogs verursacht haben – ist ja eigentlich immer so. Und wenn M.I.A.'s Stimme mit den Worten "I'm down on my internet connection" aus den Boxen dröhnt, trifft sie den wunden Punkt. Das halten wir ja keine zehn Minuten aus.

Außer auf der Tanzfläche natürlich ... und auf die begeben wir uns jetzt am besten.

Shut Up And Dance - by The Alphabet Pony / Genre: Disco

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Sleeping Lessons



Manchmal wünscht man sich, dass auch Menschen Winterschlaf hielten. Dafür gäbe es hier die passende Musik. Auf mehr Kommentare muss aufgrund von eingefrorenen Fingern und Gehirnzellen leider verzichtet werde. Ich wünsche euch einfach viel Spaß mit

Sleeping Lessons - by Johannes D. Täufer