Donnerstag, 23. Dezember 2010

Winter Sun



"I Do Not Care For The Winter Sun" heißt der Song von Beach House, den es auch als Gratisdownload auf ihrer Homepage gibt. Ich weiß ja nicht, wie es euch geht, aber ich kann da eigentlich nicht zustimmen. Gerade im Winter ist Sonne und Wärme besonders wichtig. Für's Gemüt und so.

Und wenn es dann mal den ganzen Tag nur schneit, behilft man sich eben mit wärmender Musik. Z.B. mit der auf dem aktuellen Tape Winter Sun. Ich hoffe, es wirkt.

Samstag, 18. Dezember 2010

Shut Up And Dance

Mund halten. Tanzen.

Mund halten. Tanzen. Das ist die Devise. Shut Up And Dance ist das Ergebnis von Stress, Schlafstörungen und chronischer Unterfeierung. Da hat man es dann gerne auch mal ein bisschen laut, schrill und tanzbar. Nach I Can Disco und Drop You Like A Needle kommt hier das nächste Disco-Tape geflogen mit einer Durchschnittsgeschwindigkeit von 128 BPM. Ihr könnt euch auf eine große Portion elektronische Leckereien einstellen – Tanzmusik in allen Spielarten. Zwei, drei Ausnahmen gibt es. Aber das ist ja genau das Spannende – wenn die Grenzen zwischen synthetisch klingender und tatsächlich von Synthesizern erzeugter Musik verschwimmen und sich alles zum Verwechseln ähnlich anhört.

Während es einige Ausblicke auf das kommende Jahr in Form von vielversprechenden Newcomern oder bisher durchbruchslosen Künstlern (We Are Enfant Terrible, Gold Panda, The Dø) zu hören gibt, sind auch in der Retroperspektive einiger meiner liebesten (Pop)-Songs 2010 von bspw. Lady Gaga, Cee Lo Green oder Delphic in gemixter Form vertreten. Denn das wird wohl mein letztes Werk für 2010. Roter Faden ist natürlich ein bisschen der Hype, den die Songs auf den einschlägigen Blogs verursacht haben – ist ja eigentlich immer so. Und wenn M.I.A.'s Stimme mit den Worten "I'm down on my internet connection" aus den Boxen dröhnt, trifft sie den wunden Punkt. Das halten wir ja keine zehn Minuten aus.

Außer auf der Tanzfläche natürlich ... und auf die begeben wir uns jetzt am besten.

Shut Up And Dance - by The Alphabet Pony / Genre: Disco

Donnerstag, 2. Dezember 2010

Sleeping Lessons



Manchmal wünscht man sich, dass auch Menschen Winterschlaf hielten. Dafür gäbe es hier die passende Musik. Auf mehr Kommentare muss aufgrund von eingefrorenen Fingern und Gehirnzellen leider verzichtet werde. Ich wünsche euch einfach viel Spaß mit

Sleeping Lessons - by Johannes D. Täufer

Freitag, 19. November 2010

Drop You Like A Needle



Heute senken wir die Nadel des virtuellen Plattenspielers auf einen ganz besonderen Mix. Bei Drop You Like A Needle handelt es sich nämlich um den ersten rein elektronischen Mix auf Beat Control.

Keine Angst, natürlich gibt es hier auch poppige eingängige Melodien zu hören und möglicherweise schmuggelt sich auch das ein oder andere "echte" quasi analoge Instrument ein. Doch im Großen und Ganzen regiert hier der Beat.

Und es gibt mal wieder eine Menge neuer Künstler zu entdecken, aber wir treffen auch auf den ein oder anderen alten Bekannten. So wird Drop You Like A Needle von "Walking On Rails" von Hundreds nicht nur eröffnet, sondern auch wieder beendet.
Einige alte Bekannte haben sich aber auch verkleidet, entweder im Remix-Kleid, so wie The Hundred In The Hands, die hier im Walls-Remix vertreten sind, oder sie haben gleich ihren Namen gewechselt, so wie Mr. INTL, ein Nebenprojekt von Hercules and Love Affair. An "Creature" sind Kim Ann Foxman und Andrew Butler beteiligt.

Wenn euch der Mix gefällt, misfällt, oder ihr uns einfach nur mal wieder sagen wollt, wie gut euch das gefällt, was wir hier machen, seid ihr natürlich jederzeit eingeladen, diesen Post zu kommentieren.

Und jetzt hoffe ich, dass ihr eurer November-Depression mit Drop You Like A Needle davon tanzt!

Donnerstag, 11. November 2010

Shape of Things to Come

Nothing Can Change The Shape Of Things To Come

Kalt und nass und nicht zu vergessen ungemütlich ist es draußen. Da kochen wir doch lieber eine Tasse Tee und essen ein paar Bio-Haferkekse. Dazu empfiehlt sich das neuste Werk auf Beat Control. Das gibt es anders als die Bio-Haferkekse kostenlos, rund um die Uhr und immer auf Vorrat. Und zwar hier. "You Gonna Get Some", würde die Schwedin Lykke Li das jetzt kommentieren. Die ist mit einer brennend heißen neuen Single inkl. astreiner (und dazu auch noch wunderschöner) B-Seite unterwegs gen neues Album. Wir können es kaum abwarten und hören uns derweil die beiden neuen Stücke einmal an. Gibt es sogar im Gratisdownload. Weiterer Bestandteil unserer Teegewürzmischung gegen bösen Herbstschnupfen und Keuchhusten ist der Song zum wohl gemütlichste Horror-Musikvideo aller Zeiten - "Never Come Around" von La Sera, einem Vivian Girl auf Solopfaden.

Ansonsten haben wir noch einige Lektionen aufgrund von krankheitsbedingtem Fehlen nachzuholen: so hört ihr nun endlich die neuen Singles von den Ting Tings, Rye Rye mit M.I.A. im Gepäck und Sufjan Stevens auf Beat Control. Und als kleinen Schuss im Herbstkakao gibt es außerdem zwei großartige Neuinterpretation auf Shape of Things to Come zu hören - ich verrate an dieser Stelle mal nicht, welche das sind - die Hoffnung auf mehr Musik in dieser Form machen. Ist ja noch ein bisschen Zeit dafür diesen Herbst … Enjoy.

Shape of Things to Come - by The Alphabet Pony / Genre: Tea Time

Freitag, 22. Oktober 2010

Like It's 1999



1999. Das war das Jahr des Euros, des Kosovo-Kriegs und des Columbine Massakers. Britney Spears schaffte es zum ersten mal in die Charts, Monika Lewinsky in den Zeugenstand des US-Senats und Angela Merkel an die Spitze der CDU. Die Welt hielt den Atem an bei der Jahrhundert-Sonnenfinsternis im August (siehe Tracklist) sowie dank digitaler Weltuntergangsbefürchtungen noch mal an Silvester.Was das alles mit dem neuesten Beat-Control-Tape zu tun hat? Eigentlich gar nichts. Außer, dass vier der Tracks tatsächlich ursprünglich aus den 90ern stammen und der Titel des Tapes, „Like It’s 1999“ natürlich eine Zitat aus 1999 von Prince ist.




Ein tatsächliches 90er-Jahre-Tape bleibt euren Ohren erspart – vorerst. Vielmehr findet sich auf Like It's 1999 richtig viel neue Musik. Zum Beispiel die neue Singles von Robyn und Belle And Sebastian, neue Remixe von Arcade Fire und The Temper Trap sowie Neues von The Hundred In The Hands, Bad Raiders und Kids of 88. Außerdem mit dabei: meine neuen Lieblinge, Isbells, sowie unser aller Langzeit-Lieblinge Florence And the Machine und The xx.

Besonders hervorherben möchte ich noch die ersten beiden Tracks. Zum einem Underage von The Hidden Cameras, denn die spielen am 5. November auf dem Mis-Shapes Jubiläum im Molotow. Und No Enemies von Holcombe Waller, dass schon seit Jahren zu meinen Favoriten gehört und nun endlich auch auf einem Tape vertreten ist.

Nun aber viel Spaß mit
Like It's 1999 - by Johannes D. Täufer

Montag, 11. Oktober 2010

Your Famous Nightmare



Bald ist sie wieder da, die nasskalte trübe Zeit zwischen Herbst und Winter, wenn wir im November in eine kollektive Depression verfallen und uns am liebsten alle Zuhause verkriechen würden. Denn wie singen die Friendly Fires unterstützt von Azari & III auf "Stay Here": "it's a cold world out there, so stay here, stay here..."
Doch ganz so weit sind wir noch nicht. Noch herrscht der goldene Oktober und bringt uns hin und wieder wunderschöne Sonnentage mit Temperaturen, die uns wehmütig an den - wie immer - viel zu kurzen Sommer zurück denken lassen. Dazu hören wir dann z.B. Goldfrapp's "Shiny And Warm".

Doch Your Famous Nightmare bewegt sich nicht nur in diesem jahreszeitlichen Zwischenraum, sondern ist auch eine Art Nachlese des diesjährigen Reeperbahnfestivals, mit ganzen 5 Acts, die zwischen dem 24. und dem 26. September in Hamburg gespielt haben. Darunter sind alte Bekannte wie Hundreds, die ein wundervolles konzert im Schmidts Tivoli gaben, aber auch Moto Boy aus Schweden, der gleich zu Beginn des Festivals die voll gepackte Hasenschaukel verzauberte. Erst zum zweiten Mal hier bei Beat Control vertreten , mit ihrem mittlerweile 3. Album auf Sub Pop aber schon alte Hasen im Geschäft, sind Wolf Parade, die am Freitagabend das Docks in Grund und Boden rockten.

Doch wer nach diesem Mix Gefallen an einigen der vertretenen Bands findet, muss nicht verzagen, einige Künstler kommen in den nächsten Wochen und Monaten auch noch (einmal) auf Tour! Zu empfehlen wären da - neben den bereits erwähnten Hundreds - ganz besonders Warpaint, auf deren Debutalbum die halbe Musikwelt gespannt wartet, und natürlich ein Lieblingsact der Beat Control-Redaktion: Beach House. Beide kommen im November nach Deutschland, und wer diese Gelegenheit nicht nutzt, der sollte sich wirklich lieber gleich für immer Zuhause verkriechen. Aber auch das am Besten natürlich nur mit guter Musik.

Donnerstag, 30. September 2010

Our Queer Lives

Don't Worry, It's Just Your Queer Life

Komisch ist das Leben manchmal. Wenn zum Beispiel Bands wie Voxtrot einfach auf die Bildfläche treten, zwei tolle EPs, ein Album und noch zwei Singles veröffentlichen, um sich dann fast ganz unbemerkt aufzulösen. Dabei war ihr letztes Lebenszeichen, die Single "Berlin, Without Return ...", doch so ein Meisterwerk. So wohl die A- als auch die B-Seite. Und weil man das einfach mal würdigen muss, sind beide Songs auf diesem neuen Werk vertreten. Bis auf wenige Ausnahmen geht es darauf auch eher gemütlich und gediegen zu, also perfekt um einen Herbstsonntag ausklingen zu lassen. Ein paar längst überfällige neue Namen wie der äußerst talentierte deutsche Songschreiber Norman Palm, die zauberhaften Schwedenschwestern First Aid Kit (mit einem Schwedencover), das amerikanische One-Woman-Orchestra Glasser und last but not least die sehr vielversprechende Berliner-via-Brüssel-via-Rwanda-Künstlerin Barbara Panther sind vertreten. Sonst gibt es auch viel alt Bewährtes zu Hören. Zum Beispiel die Stimme von Björk. Von der kriege ich gerade kaum genug. Und wer bei schöner Musik noch etwas trauriges lesen will, kann sich hier den Abschiedsbrief von Voxtrot durchlesen. "Don't worry boy, it's just a queer life."

Our Queer Lives - by The Alphabet Pony / Genre: Communion

Montag, 20. September 2010

I Got The Beat




You know I do! Singt Beth Ditto auf Vertical Rhythm, das auf dem neuesten Beat-Control Mixtape im DWNTOWN Remix vertreten ist. Insgesamt mal wieder ein sowohl Remix- als auch Beat-lastiges Tape. Quasi I Can Disco Reloaded, ebenfalls im Anschluß an meinen Mix zum Haldern Pop Festival.

Beinahe wäre es auch ein reines Electro-Tape geworden, aber dann habe ich es doch nicht übers Herz gebracht, einige unelektronische Stücke nicht zu verwenden. Zum einen zwei Coverversionen von Outkast und Bruce Springsteen, aber vor allem The Tallest Man On Earth, meinem momentanen Lieblings-Schweden. Sowohl ebenfalls aus Schweden, als auch eine unsere absoluten Lieblinge ist natürlich Robyn, die hier mit Love Kills vertreten ist. Und es gibt noch einen Bezug zu Schweden: Owen Pallet scheinen es die schwedischen Männer angetan zu haben, heisst doch seine neueste EP A Swedish Love Story. Owen konnten 2/3 der Beat-Control-Redaktion vor wenigen Wochen als Vorband vor – sowie als Violinist von – Arcade Fire genießen. Arcade Fire’s We Used To Wait For It wiederum ist hier im Tronik Youth Remix vertreten.

Wobei wir wieder beim elektronischen Teil dieses Tapes wären. Mit dabei auch die norwegischen Disco-Könige Lindstøm und Todd Terje. Der eine hat die Chemical Brothers geremixt, der andere hat eine neue, beswingte Version seines Hits Eurodans eingespielt. Dazu warten neben ein paar anderen alten Bekannten auch noch ganz große Namen sowie völlig Neues auf euch. Lasst euch überraschen.

You Got The Beat! Now you do!


Und hier noch mal der Download-Link:

Johannes D. Täufer – I Got The Beat

Donnerstag, 9. September 2010

Lonely At The Top



It sure is lonely at the top. Wer könnte das besser wissen als Robyn. Mit ihren beiden EPs "Body Talk Pt. 1" und "Body Talk Pt. 2" erntet sie nicht nur unsere unübersehbare Verehrung und uneingeschränktes Kritikerlob, sondern endlich auch kommerziellen Erfolg. Wie sie heute selbst bei Twitter vermeldete, stieg "Pt. 2" gleich 2 Tage nach Erscheinen bis auf Platz 6 der US iTunes-Charts. Tendenz steigend, würde ich hoffen. In Deutschland erscheint die EP übrigens am 10.09. Der auf diesem Mix in der Acoustic Version vertretene Track "Indestructible" wird sich dann vermutlich in einer Dancefloor-affineren Version auf "Body Talk Pt 3" wieder finden, das ebenfalls noch dieses Jahr erscheinen soll. Es ist kaum vorzustellen, wie gut, diese 3. EP werden wird. Ebenso wenig vorstellbar ist es, dass Robyns endgültiger Aufstieg in den Pop-Olymp noch lange auf sich warten lassen wird.

Dort wird sie dann vielleicht auf die Dame und die Herren von The XX treffen, die gestern Abend den renommierten Mercury Prize für das beste Britische Album des Jahres erhalten haben. Auf diesem Mix sind sie mit dem Tiga-Remix von "Shelter" vertreten.

[UPDATE: Ich habe den Mix neu gemischt und hochgeladen. Ihr dürft also wieder hemmungslos downloaden!]

Und nun viel Vergnügen mit Lonely At The Top.